02/02/2026 0 Kommentare
Angepasste Gottesdienstzeiten
Angepasste Gottesdienstzeiten
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Angepasste Gottesdienstzeiten
Immer wieder hören wir den Wunsch, an jedem Sonntag in jeder unserer sechs Kirchen einen Gottesdienst zur gewohnten Zeit zu feiern. Doch die Realität hat sich in den letzten Jahrzehnten grundlegend verändert. Vor 30 Jahren arbeiteten in unseren Gemeinden noch acht Pfarrerinnen und Pfarrer, mehrere Kantoren, Gemeindepädagoginnen und Verwaltungsangestellte. Wenn wir Herrn Schmiedchen als neuen Pfarramtsleiter begrüßt haben, verfügen wir immer noch über weniger als die Hälfte der Pfarrkräfte der 1990er-Jahre. Auch in der Kirchenmusik hat sich die Zahl der Stellen stark reduziert. Nur durch viele Spenden können wir den vereinigten Laubegast-Zschachwitzer Chor erhalten und die aktuelle Zahl an Gottesdiensten aus eigener Kraft leisten. Wenn unsere beiden Gemeindepädagoginnen Heike Koch und Heike Meisel in den kommenden Jahren in den Ruhestand gehen, werden ihre Stellen nicht ersetzt werden können. Ab 2027 werden dann noch zwei 80-Prozent-Stellen die gesamte kirchliche Arbeit mit Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und Senioren in unseren sechs Gemeindeteilen tragen. Eine neue Konzeption dafür haben wir im Januar beraten. Ehrenamtliches Engagement zur Gestaltung der Gottesdienste ist und bleibt wertvoll – doch auch die Ehrenamtlichen werden älter und weniger. Die Aufgaben als Kirchner und Lektoren lassen sich schon seit einigen Jahren immer schwieriger besetzen. Selbstverständlich können sowohl für Pfarr- als auch Kantorendienste Vertretungen engagiert werden. Neben den Vertretungshonoraren (die manchmal höher als die Kollekte sind) entsteht dabei aber auch erheblicher Abstimmungsaufwand – Zeit, die wiederum für andere Aufgaben fehlt. Unser Ziel bleibt es, miteinander Gottesdienste in guter Qualität feiern zu können und den wohl größten Umbruch unserer Kirche gemeinsam zu bewerkstelligen. Wir können nicht mehr an jedem Ort jeden Sonntag einen Gottesdienst feiern – und erst recht nicht immer zu jeweils festen Uhrzeiten. Um Dienste überhaupt ermöglichen zu können, brauchen wir frühe und späte Zeiten, die den Pfarrpersonen und Kantoren einen Ortswechsel ermöglichen, sowie die Bereitschaft der Gemeindemitglieder, Gottesdienste auch im Nachbarstadtteil zu besuchen und zu schauen, ob die frohe Botschaft in einem anderen Raum die gleiche ist. Wir danken allen, die dazu beitragen, und bitten um Verständnis für schmerzliche, aber notwendige Schritte, mit denen wir die Gemeindearbeit den reduzierten Kräften und Gemeindegliederzahlen anpassen. Bitte begleiten Sie die Arbeit der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch ihr Gebet.
Pfarrerin Claudia Knepper und Thomas Kowtsch
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